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Raum 1

Im Eingangsbereich das Wappen des Dr. Carl Freiherr Auer von Welsbach mit dem Wappenspruch- PLUS LUCIS - Mehr Licht.
Diesem Motto hat Carl Auer von Welsbach mehrfach in seinem Leben mit seinen Erfindungen Rechnung getragen: Gasglühlicht, Metallfadenlampe und Zündstein. Links davon das Bildnis seines Vaters Alois Auer Ritter von Welsbach. Auch er war schon ein bedeutender Erfinder u.a. von Druckverfahren und führte die Österr. Staatsdruckerei zu der heute noch bestehenden internationalen Bedeutung. Rechts das Bild, der GENIUS LOCI unserer Stadt, der berühmteste Entdecker und Erfinder Österreichs und zugleich einer der weltweit bedeutendsten- Dr. Carl Auer von Welsbach. Er wurde Zeit seines Lebens aufgrund seiner für die ganze Menschheit lebenswichtigen Erfindungen und Entdeckungen hoch geehrt, war mehrfacher Ehrendoktor verschiedener Universitäten und Ehrensenator der Universität in Heidelberg. Auch Ehrenbürgerschaften für sein soziales Engagement und höchste Auszeichnungen von Elektrizitäts- und Gasgesellschaften wie Ehrenmedaillen, der Siemensring, Denkmäler und die Erhebung in den Freiherrenstand krönten sein Lebenswerk. Eine ausgehängte Liste beziffert seine großzügigen Spenden, die er als anonymer Wohltäter Körperschaften und Mitmenschen zukommen ließ. Von Carl Auer von Welsbach persönlich benutzte Gegenstände wie Zwicker, Feuerzeuge, Kompass, Messbuch, Lupe, Klingel etc. Ein Selbstportrait - und ein Bild seiner Kinder, Farbfotos von 1909/1910 weisen Carl Auer von Welsbach als ersten Farbfotografen in Österreich aus. Aus dem Familienalbum, seine Eltern, Carl Auer von Welsbach selbst in den verschiedenen Lebensjahren und als Automobilpionier, seine Gattin und Kinder, Schloss Welsbach und die große Feier anlässlich seines 70.Geburtstages auf Schloss Welsbach bei Meiselding. Die von Carl Auer von Welsbach gemachten Erfindungen umgeben uns mannigfach in den elektrischen Glühlampen, Feuerzeugen, Zündsteinen und Gasglühlampen. Seine von ihm entdeckten Elemente finden Anwendung zum Färben von Gläsern, in keramischen Farbstoffen, in Zündsteinen, Superlegierungen, Feststoff-Laser und neuerdings als Hochleistungsmagnete in Elektromotoren, Lautsprechern und Kopfhörern.

Raum 2

Die Entdeckung von vier neuen Elementen gelang Carl Auer von Welsbach mithilfe der von seinem Lehrer Bunsen und Kirchhoff entdeckten Spektralanalyse. Das Taschenspektroskop, mit welchem Carl Auer von Welsbach die Entdeckung der Elemente Neodym und Praseodym gelang, ist ausgestellt, sowie der vom Entdecker selbst konstruierte Funkengenerator, welcher zur Entdeckung der Elemente Aldebaranium und Cassiopeium (nun benannt Ytterbium und Lutetium) notwendig war und als Pionierleistung in der Spurenelemente-Analytik gilt. Verschiedene Spektren, die Carl Auer von Welsbach teils selbst gezeichnet und in Ritztechnik oder fotografisch hergestellt hat, sind zu sehen. Einige Originalpräparate der entdeckten Elemente, anderer Seltenerd-Elemente und Mineralien aus seinem Besitz, sowie ein Joniumpräparat (Th 230-Isotop), von welchem Carl Auer von Welsbach die Trennung gelang, zeigen die zukunftweisende Forschungstätigkeit des weltberühmten Wissenschaftlers. In den Pultvitrinen sind Veröffentlichungen bedeutendster Wissenschaftler des 19.Jahrhunderts, wie Faraday, Kirchhoff, Hofmann, Helmholtz, Justus von Liebig, Lothar Mayer, Winkler und Wöhler, alle mit persönlichen Widmungen an Prof. Bunsen, sowie auch ein Buch von Bunsen selbst, aus der von Carl Auer von Welsbach erworbenen Bibliothek seines Lehrers R. Bunsen ausgestellt. Das von Carl Auer von Welsbach zeitlebens handschriftlich geführte Buch für seine immer wieder durchgeführten Atomgewichtbestimmungen und der Briefwechsel mit berühmten Wissenschaftlern und Nobelpreisträgern bezeugen seinen unerschöpflichen Forscherdrang.

Raum 3

Die Geschichte der Menschheit anhand der Beleuchtungstechnik: Vierhundertausend Jahre diente nur das offene Feuer, Jahrtausende Öllampen, seit tausend Jahren die Kerzen, seit 2 Jahrhunderten das Gaslicht, seit 150 Jahren das Petroleumlicht, seit 120 Jahren Gasglühlicht (Auerlicht) und erst seit 100 Jahren, der Erfindung des Auer-Oslichtes, die Metallfadenlampen der Menschheit zur Beleuchtung. Die Entwicklung des Gasglühstrumpfes, von der Auswahl des Garnes und der Strickmuster beginnend bis zu den ersten Gasglühlampen wird anhand von Originalexponaten dem Besucher vor Augen geführt. Die bahnbrechende Erfindung der Metallfadenlampe, eine Pionierleistung auf dem Gebiete der Pulvermetallurgie, mit originalen Präparaten von Osmiumpulver, -paste und -fäden wird in einer Vitrine demonstriert. Dazu die Meßgeräte für die Ermittlung des Glühfaden-Widerstandes und die Vorrichtung zur Evakuierung der Glaskolben. Sensationell, die erste von Carl Auer von Welsbach selbst gefertigte Metallfadenlampe, eines menschlichen Kulturgutes, welches heutzutage weltweit milliardenfach angewendet wird. Auch die erste elektrische Taschenlampe mit Auer-Oslicht-Glühbirne und allererste Automobilglühlampen von 1906 sind ausgestellt. Ein Foto-CD-Player mit 100 Ansichten der Ortsentwicklung von Treibach-Althofen ist installiert. Auf Wunsch können weitere 80 Fotos von der Universität Heidelberg, den Professoren und Hörsälen und vielen anderen Darstellungen (1880-1929) aus dem an Carl Auer von Welsbach anläßlich der Verleihung der Würde eines Ehrensenators überreichten Album über den Foto-CD-Player betrachtet werden.

Raum 4

Die Entwicklung der Feuerzeuge im Laufe der Menschheitsgeschichte. Beginnend vom Feuerhobel bis zu den heute verwendeten Feuerzeugen in ihren phantasievollen und vielfältigen Formen. Hunderte Feuerzeuge sowie Gasanzünder, die noch nie gezeigt wurden und von denen eine große Anzahl aus der Frühzeit nach der Erfindung des Zündsteines (Auermetall) durch Carl Auer von Welsbach stammt und noch in keinem anderen Museum der Welt zu sehen waren. Originale Proben der verschiedenen Zündstein-Legierungen und das erste von Carl Auer von Welsbach selbst entwickelte Benzinfeuerzeug, welches bis heute hunderte Milliarden Nachfolger gefunden hat (Weltproduktion Einwegfeuerzeuge 5-6 Milliarden Stück pro Jahr!). In einer Pultvitrine ist das Gründungsprotokoll der Treibacher Chemischen Werke ausgestellt. Dies ist sicher das bedeutungsvollste Dokument für die Werke in Treibach und für die gesamte Ortsentwicklung der Stadt Althofen. Tausende Menschen, die hier im Laufe der Jahrzehnte Arbeit und Verdienst fanden, werden auf die Ursprünge eines weltweit agierenden Konzerns geführt. Aber auch allen Handels- und Gewerbebetrieben, weiteren Firmengründungen und den Ortsbewohnern, wird die durch Carl Auer von Welsbach auch in der ganzen weiträumigen Umgebung angefachte wirtschaftliche Entwicklung anhand von Bildmaterial erstmals in diesem Umfange gewahr gemacht. Dokumente der weiteren Auer-Firmengründungen in Österreich, USA, Canada, Deutschland, England und TCW-Aktien aus dem Jahre 1929 liegen auf. In einer Pultvitrine wird die Banknote, die mit dem Bild des Chemikers geziert ist (20 S) und die 25 S Silbermünze mit seinem Abbild gezeigt. Auch die beiden Carl Auer von Welsbach gewidmeten Briefmarken mit anderen postalischen Raritäten sind ausgestellt. Eine Pultvitrine ist dem Andenken des Vaters von Carl Auer von Welsbach, Alois Auer von Welsbach gewidmet, mit originalen Ausdrucken (um 1850) mittels dem von ihm erfundenen Naturselbstdruckverfahren. Drei Vitrinen stellen Bunsenbrenner, Mikroskope, Spektroskop, Apparate zur Bestimmung der radioaktiven Strahlung und andere im Labor verwendete wissenschaftliche Geräte aus. Glasapparaturen, tw.von Carl Auer von Welsbach, der selbst auch ein meisterhafter Glasbläser war, selbst gefertigt. Verschiedene Relikte aus seinem Nachlaß wie der erste Photoapparat für Rollfilm, eine Kodak von 1890 und von Carl Auer von Welsbach selbst gemachte Farbfotos aus der Zeit um 1910! sind zu sehen. Eine Vitrine der Fa. TREIBACHER AUERMET, mit dem in Treibach erzeugten Zündstein -Original Auermetallâ, weist auf die Kontinuität seiner Firmengründung in Treibach hin, welche noch heute wie seit 1903 den größten Anteil des Weltbedarfes deckt.

Raum 5

Ein Video-Film in der Dauer von ca.7 Minuten über die Treibacher Industrie AG veranschaulicht eindrucksvoll die derzeitige Produktvielfalt und wie das Unternehmen in über 100 Jahren aus der 1898 durch Carl Auer von Welsbach erfolgten Firmengründung bis zur heutigen Größe emporgewachsen ist.

Raum 6

Das mit Originalexponaten eingerichtete Labor. Alle ausgestellten Geräte und Apparaturen hat Carl Auer von Welsbach während seiner unermüdlichen 50-jährigen Forschungs- und Erfindertätigkeit benutzt. Es ist in einem Kellergewölbe, ähnlich dem von ihm zuerst bei Prof. Lieben in Wien angemieteten Kellerraum, in welchem Carl Auer von Welsbach die Erfindung und erste Produktion des Gasglühlichtes vorantrieb, stilgerecht eingerichtet. Linkerhand ist die Naßchemie (Entdeckung der Elemente, Erfindung des Gasglühlichtes und Arbeit mit den radioaktiven Elementen) und in der Mitte das Spektroskop in der Anordnung wie zur Entdeckung (1905) der Elemente Ytterbium und Lutetium aufgestellt. Rechts ist die Erfindung der Metallfadenlampe und die Schmelzflußelektrolyse zur Erfindung des Zündsteines mit den stromliefernden Zellen und elektrischen Meßgeräten versuchsgerecht aufgebaut. Im Schrank befinden sich neben den originalen Chemikalien, vielfach von Carl Auer von Welsbach selbst penibel beschriftet, diverse Laborgeräte. Die Analysenwaagen, mit welchen er die Atomgewichte seiner neu entdeckten Elemente auf zehntausendstel Gramm genau bestimmte sind erstmals öffentlich zu sehen. Die ausgestellten Bücher - Standardwerke der Chemieliteratur - wurden ebenfalls von ihm für seine wissenschaftlichen Forschungsarbeiten herangezogen. Eine Plattenkamera, mit welcher Carl Auer von Welsbach um 1909 als Farbfoto-Pionier in Österreich tätig wurde, sowie auch ein Stirling-Heißgasmotor aus der Jahrhundertwende sind beachtenswert. Eine Wandtafel "Periodisches System der Elemente" verdeutlicht die Erscheinungsformen und Anwendungen der Elemente und gibt Hinweis auf die von C.Auer von Welsbach entdecken vier Elemente Praseodym(59), Neodym(60), Ytterbium(70) und Lutetium (71).

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